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Reblog: Die Festung

22/10/2015

Ich möchte aus aktuellem Anlass an eine Kurzgeschichte erinnern, die ich 2013 verfasst habe.

Nachtliteratur

Es war der letzte Tag der langen Regenfälle des Frühlings. Die Bewohner der Stadt auf dem Hügel hüteten sich zu dieser Zeit des Jahres, aus den schweren Eisentoren zu treten und ins Tal hinabzusteigen. Es galt als dumm und tollkühn, sich nur wenige Minuten außerhalb der Mauern aufzuhalten. Jederzeit konnte die hohe Flut von den die Senke umschließenden Bergketten rauschen und die Äcker, Wiesen und Felder in einen stürmenden See verwandeln. Niemand konnte dann in die Stadt hinein, wenn dieser Zeitpunkt gekommen war.

Im Sommer blühte und gedieh das Leben in beinahe allen Ecken und Winkeln der Senke. Jede Frau gebar ein Kind, das Vieh erfreute sich an den grünen Wiesen und die Bauern bemühten sich um eine ausgiebige Ernte. Zur Zeit des Herbstes rollten Händlerkarren vom Hügel und nahmen einen Großteil des Ertrages für die Menschen in der Stadt. Im Gegenzug für diese Leistung wurden den Bauern für den…

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