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Der weiße Knall

15/07/2012

Der Vögel lieblicher Gesang,

der morgens durch die Lüfte schwang,

war alsbald schon nicht mehr zu hörn‘,

im Ohr war tosendes Gelärm.

 
Und nächtens hat das Auge auch

im langen Schatten ausgeruht.

Doch nach der Frühe grauer Hauch

wars‘ schattenlos in heißer Glut.

 
Des Traumes flüchtige Gestalt

fand in der Grelle keinen Halt.

Wie ein feiner Duft, durchbrochen,

nur vom Schlafenden gerochen.

 
Und kein Gedanke war geheim,

man gab ihn lachend, tobend preis.

Des Denkens Kraft verlor im Keim

sich allzu rasch in schwarz und weiß.

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From → Gedichte

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